Lonza Group AG

Aktie
WKN:  928619 ISIN:  CH0013841017 US-Symbol:  LZAGF Land:  Schweiz
499,50 CHF
+0,50 CHF
+0,10%
541,59 € 13:07:31 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
37,07 Mrd. €
Streubesitz
38,55%
KGV
39,78
Dividende
4,26 EUR
Dividendenrendite
1,04%
Nachhaltigkeits-Score
47 %
Index-Zuordnung
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Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.
Lonza Group Aktie Chart

Lonza Group Unternehmensbeschreibung

Die Lonza Group AG ist ein global führender Auftragshersteller (Contract Development and Manufacturing Organization, CDMO) für die Pharma- und Biotech-Industrie mit Hauptsitz in Basel und operativen Wurzeln in der Schweiz. Das Unternehmen fokussiert sich auf die industrielle Bereitstellung komplexer Wirkstoffe, Biologika, Zell- und Gentherapien sowie spezialisierter chemischer Zwischenprodukte. Im Zentrum des Geschäftsmodells steht die Bereitstellung regulierungskritischer Produktionskapazitäten entlang des gesamten Lebenszyklus eines Arzneimittels – von der frühen Entwicklung über die klinische Versorgung bis zur kommerziellen Großproduktion. Für institutionelle und private Investoren mit langfristigem Anlagehorizont ist Lonza damit ein Hebel auf strukturelles Wachstum im globalen Gesundheitssektor, zugleich aber auch exponiert gegenüber regulatorischen, technologischen und kundenspezifischen Konzentrationsrisiken.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Lonza betreibt ein vertikal integriertes, wissenskapitalintensives Geschäftsmodell im Bereich Life-Sciences-Outsourcing. Kern ist die Entwicklung, Optimierung und Skalierung von Produktionsprozessen für pharmazeutische und biotechnologische Wirkstoffe unter strengen Qualitätsstandards wie GMP (Good Manufacturing Practice). Die Wertschöpfung umfasst typischerweise folgende Stufen:
  • frühe Prozessentwicklung und Analytik für innovative Wirkstoffe
  • klinische Produktion für Phase-I- bis Phase-III-Studien
  • Technologietransfer und Scale-up in kommerzielle Produktionsanlagen
  • langfristige Fertigungs- und Lieferverträge für zugelassene Medikamente
  • l>Lonza erzielt einen erheblichen Teil der Erlöse aus mehrjährigen Servicevereinbarungen mit forschenden Pharma- und Biotech-Unternehmen. Diese Verträge kombinieren Entwicklungsdienstleistungen mit exklusiver Produktionskapazität, was die Visibilität zukünftiger Auftragsvolumina erhöht, jedoch stark von der Pipeline-Qualität und dem Launch-Erfolg der Kunden abhängt. Neben der Kapazitätsbereitstellung fungiert Lonza als Technologiepartner, der Know-how in Bereichen wie Bioprozess-Engineering, Zellkulturtechnologie, Fermentation, hochreine Chemie und Formulierungsentwicklung monetarisiert. Die Kapitalkostenintensität der Anlagen, die regulatorische Komplexität und die hohen Wechselbarrieren schaffen einen strukturellen Burggraben, erfordern aber gleichzeitig disziplinierte Investitionsentscheidungen und eine strikte Portfoliosteuerung.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Lonza lässt sich als Unterstützung von Kunden bei der schnelleren, sicheren und kosteneffizienten Markteinführung von Arzneimitteln und Gesundheitslösungen zusammenfassen. Das Unternehmen positioniert sich als Partner, der Innovationen aus Laboren in die industrielle Realität überführt und damit Patienten weltweit Zugang zu neuen Therapien verschafft. Strategisch konzentriert sich Lonza auf hochwertige, wissenskapitalintensive Segmente der pharmazeutischen Wertschöpfung, vor allem auf komplexe Biologika, zellbasierte Therapien und hochpotente Wirkstoffe. Zentrale Leitlinien sind:
  • Fokussierung auf Pharmakunden und die Biotech-Industrie mit langfristigem Outsourcing-Bedarf
  • Aufbau und Skalierung von Plattformtechnologien, um Standardisierung und Effizienzgewinne zu realisieren
  • Portfoliobereinigung nicht-strategischer Aktivitäten zugunsten von Kernbereichen mit höherer Wertschöpfungstiefe
  • strikte Compliance mit regulatorischen Vorgaben in allen relevanten Jurisdiktionen
  • l>Das Management betont die Rolle von Operational Excellence, die Notwendigkeit einer belastbaren Bilanz für den Finanzierungsspielraum künftiger Standort- und Kapazitätserweiterungen sowie partnerschaftliche, langfristig angelegte Kundenbeziehungen als Fundament der Geschäftsstrategie.

Produkte und Dienstleistungen

Lonza bietet ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen, das primär auf forschende Pharma- und Biotech-Unternehmen ausgerichtet ist. Der Fokus liegt auf maßgeschneiderten Lösungen entlang des gesamten Lebenszyklus von Wirkstoffen. Wesentliche Leistungsbereiche umfassen:
  • Entwicklung und Produktion von Biologika wie monoklonalen Antikörpern, rekombinanten Proteinen und komplexen Biopharmazeutika
  • Herstellung von Zell- und Gentherapien, inklusive viraler Vektoren und maßgeschneiderter Zellprodukte
  • Produktion von chemischen Wirkstoffen und Zwischenprodukten, darunter hochpotente Wirkstoffe (HPAPI) und spezialisierte Kleinstmengen für Nischenindikationen
  • Entwicklungsservices wie Prozessoptimierung, Analytik, Formulierungsentwicklung und Scale-up-Engineering
  • regulatorische Unterstützung bei Zulassungsdokumentationen und bei der Vorbereitung von Audits durch Behörden
  • l>Historisch war Lonza zugleich in Bereichen wie Nahrungsmittelzusatzstoffen, Vitaminen und Spezialchemikalien tätig. Diese Aktivitäten wurden in den vergangenen Jahren schrittweise neu ausgerichtet oder veräußert, um die Fokussierung auf die pharmazeutische und biotechnologische Auftragsfertigung zu schärfen. Damit reduziert das Unternehmen die Komplexität des Portfolios und steigert die Kapitalallokation in jene Segmente, die von strukturellem Wachstum in der globalen Gesundheitsversorgung profitieren.

Business Units und Segmentstruktur

Die organisatorische Struktur von Lonza orientiert sich an den wesentlichen Technologiefeldern und Kundensegmenten im Pharmabereich. Im Zentrum steht die Division Biologics, die große Teile des CDMO-Kerngeschäfts bündelt. Daneben betreibt das Unternehmen weitere spezialisierte Einheiten, die auf bestimmte Modalitäten oder Prozessschritte fokussiert sind. Aktuelle Geschäftsfelder sind:
  • Biologics: Entwicklung und Herstellung von Antikörpern, rekombinanten Proteinen und anderen großen Molekülen in verschiedenen Expressionssystemen
  • Small Molecules: Entwicklung und Fertigung chemischer Wirkstoffe und Zwischenprodukte, einschließlich hochpotenter Substanzen
  • Cell & Gene: Auftragsherstellung für Zelltherapien, Gentherapien und zugehörige Plattformtechnologien
  • Capsules & Health Ingredients: Lösungen rund um Kapseln und ausgewählte gesundheitsbezogene Inhaltsstoffe
  • l>Die Segmentstruktur wird regelmäßig angepasst, um den sich verändernden Marktanforderungen, regulatorischen Rahmenbedingungen und der unterschiedlichen Wachstumsdynamik der Technologiefelder Rechnung zu tragen. Für Investoren bedeutet dies, dass die Transparenz der Ergebnisbeiträge einzelner Geschäftseinheiten von der jeweils gültigen Segmentberichterstattung abhängt und strategische Portfolioentscheidungen die mittelfristige Margenentwicklung maßgeblich beeinflussen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Lonza verfügt über mehrere strukturelle Alleinstellungsmerkmale, die in Summe einen ausgeprägten Wettbewerbsvorteil im globalen CDMO-Markt begründen. Dazu zählen:
  • skalierbare und global diversifizierte Produktionsnetzwerke mit Standorten in Europa, Nordamerika und Asien, die eine Versorgung internationaler Pharmakunden absichern
  • tiefes regulatorisches Know-how für hochregulierte Märkte wie die USA, die EU und ausgewählte asiatische Länder
  • langjährige Erfahrung in der Industrialisierung komplexer Biologika und neuer Modalitäten, was das technische Risiko für Kunden reduziert
  • hohe Wechselbarrieren: Ein späterer Transfer kritischer Wirkstoffe zu anderen Herstellern ist mit Kosten, Zeitverzug und regulatorischem Risiko verbunden
  • Reputationskapital: erfolgreiche, über Jahre laufende Kooperationen mit großen Pharmakonzernen stärken das Vertrauen in Qualität und Liefertreue
  • l>Der Burggraben von Lonza resultiert aus der Kombination von Spezialwissen, Kapitalkraft und regulatorischer Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerb intensiv, und der Burggraben ist nicht unüberwindbar: Neue CDMO-Anbieter, staatlich geförderte Produktionskapazitäten und integrierte Pharmakonzerne, die eigene Fertigung ausbauen, können langfristig Druck auf Preise und Auslastung ausüben.

Wettbewerbsumfeld

Lonza agiert in einem fragmentierten, aber zunehmend konsolidierenden CDMO- und Life-Sciences-Markt. Zu den wesentlichen Wettbewerbern zählen global agierende Auftragshersteller und diversifizierte Gesundheitsdienstleister mit ähnlichen Kapazitäten. Relevante Vergleichsunternehmen sind etwa:
  • Thermo Fisher Scientific mit ausgeprägten CDMO-Aktivitäten im Bereich Pharma Services
  • Catalent als Spezialist für Formulierungen, Verabreichungssysteme und Biologika-Services
  • Siegfried, Recipharm und andere europäische Anbieter mit Fokus auf chemische Wirkstoffe und Formulierungen
  • asiatische CDMO-Unternehmen mit wachsender Präsenz im globalen Pharmageschäft
  • l>Der Wettbewerbsdruck zeigt sich in Preissensitivität, zunehmenden Anforderungen an Lieferzuverlässigkeit, Flexibilität und Compliance sowie bei der Notwendigkeit, innovative Technologien frühzeitig in das eigene Portfolio zu integrieren. Für Lonza entsteht daraus ein permanenter Investitionsbedarf in neue Anlagen, Qualitätssysteme, Digitalisierung und Talentgewinnung. Gleichzeitig eröffnet das Wachstum kleiner und mittlerer Biotech-Unternehmen kontinuierlich neue Kooperationschancen für Auftragshersteller mit nachweisbarer Erfolgsbilanz.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Lonza ist traditionell stark technisch und industrieerfahren geprägt, mit Führungskräften, die über langjährige Expertise in Pharmazie, Chemie, Biotechnologie und Regulierung verfügen. Der Verwaltungsrat überwacht die strategische Ausrichtung, Kapitalallokation und Risikosteuerung des Konzerns mit klaren Schwerpunkten auf Compliance, Nachhaltigkeit und langfristiger Wertschaffung. Strategisch verfolgt Lonza eine selektive Wachstumsagenda, die organische Kapazitätserweiterungen und gezielte Akquisitionen kombiniert. Wichtige Elemente der Umsetzung sind:
  • Fokussierung auf Schlüsselstandorte mit hoher Skalierbarkeit und guter Anbindung an Pharmacluster
  • Priorisierung von Projekten in wissenskapitalintensiven Segmenten wie Biologika und fortgeschrittenen Therapien
  • konsequente Optimierung des Anlagenportfolios und Ausstieg aus nicht-strategischen Nebengeschäften
  • Stärkung der Unternehmenskultur im Hinblick auf Qualität, Sicherheit und regulatorische Konformität
  • l>Für konservative Anleger ist von Bedeutung, dass die Managementleistung maßgeblich über die Effizienz von Investitionsprogrammen, die Auslastung neuer Kapazitäten und das Risikomanagement im Projektportfolio beurteilt werden kann. Eine zentrale Kennziffer bleibt dabei die Fähigkeit, hochwertige, langfristige Kundenverträge zu gewinnen und erfolgreich zu bedienen, ohne dabei operative Flexibilität und finanzielle Stabilität zu gefährden.

Branchen- und Regionenprofil

Lonza ist hauptsächlich in der globalen Pharma- und Biotech-Industrie tätig, einer Branche mit strukturellem Wachstum durch demografische Alterung, steigende Prävalenz chronischer Erkrankungen und anhaltende Innovation in Onkologie, Immuntherapie, seltenen Erkrankungen und personalisierter Medizin. Der Trend zur Auslagerung von Produktion und Entwicklung an spezialisierte CDMO-Partner stärkt das Geschäftsmodell von Lonza, insbesondere in kapitalintensiven und technologisch anspruchsvollen Bereichen. Regional liegen die Schwerpunkte der Kundenbasis in Nordamerika und Europa, ergänzt durch wachsende Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Raum. Produktions- und Entwicklungsstandorte verteilt Lonza so, dass logistische Effizienz, regulatorischer Zugang und Fachkräfteverfügbarkeit bestmöglich ausbalanciert sind. Gleichzeitig sind Standorte in Hochlohnländern mit höheren Fixkosten und strengeren regulatorischen Anforderungen verbunden, was einen strukturellen Effizienzdruck erzeugt. Der Gesundheitssektor gilt insgesamt als defensiv, ist aber zyklisch in Bezug auf Investitionsphasen, Patentzyklen und Finanzierungskonditionen für Biotech-Unternehmen. Lonza ist damit konjunkturrobust, bleibt jedoch sensibel für Veränderungen im regulatorischen Umfeld und bei der Innovationsdynamik der Kunden.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Lonza wurde im 19. Jahrhundert in der Schweiz gegründet und entwickelte sich zunächst als Chemieunternehmen mit Schwerpunkten in Elektrochemie und Spezialchemikalien. Über Jahrzehnte hinweg erweiterte der Konzern sein Portfolio um Feinchemie, Vitamine, Nährstofflösungen und industrielle Anwendungen. Ab den 1990er-Jahren verstärkte Lonza schrittweise das Engagement im Pharmabereich, insbesondere in der Auftragsfertigung von Wirkstoffen und Zwischenprodukten. Mit der Zeit richtete das Unternehmen seine Strategie konsequent auf Life-Sciences und die pharmazeutische Wertschöpfungskette aus. Wesentliche Meilensteine waren der Ausbau der Biopharma-Standorte, der Eintritt in die Herstellung von Biologika und später in Zell- und Gentherapien. Im Zuge dieser Fokussierung trennte sich Lonza von verschiedenen Geschäftsbereichen, die nicht zur Kernstrategie passten, und straffte die Portfolioarchitektur. Diese Transformation von einem breit diversifizierten Chemieunternehmen hin zu einem spezialisierten CDMO- und Life-Sciences-Dienstleister prägte die jüngere Unternehmensgeschichte und bildet die Basis für das heutige, stärker fokussierte Geschäftsprofil. Für langfristig orientierte Anleger ist insbesondere die Bereitschaft zur strukturellen Anpassung sowie der Wandel hin zu wissenskapitalintensiven Segmenten von Relevanz, auch wenn damit Übergangsphasen mit erhöhten Investitionen und Reorganisationsaufwand verbunden waren.

Besonderheiten und regulatorische Aspekte

Eine zentrale Besonderheit von Lonza ist die ausgeprägte Abhängigkeit von regulatorischen Rahmenbedingungen und Qualitätsstandards. Produktionsanlagen unterliegen strengen Inspektionen durch Behörden wie die US-amerikanische FDA oder die europäische EMA. Verstöße gegen GMP-Regularien können zu Warnschreiben, temporären Produktionsstopps oder Reputationsschäden führen. Lonza investiert daher kontinuierlich in Qualitätsmanagement, Compliance-Systeme und Mitarbeiterschulung. Weitere Spezifika sind:
  • lange Projektlaufzeiten von der Prozessentwicklung bis zur kommerziellen Produktion, die eine enge Abstimmung mit Kunden erfordern
  • hohe Technologiedichte etwa in Bioreaktorsystemen, Single-Use-Technologien, Downstream-Prozessen und Analytikplattformen
  • zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten wie Energieeffizienz, Emissionsreduktion und verantwortungsvollem Chemikalienmanagement
  • Exposition gegenüber geopolitischen Risiken, Lieferkettenunterbrechungen und regulatorischen Änderungen in Schlüsselmärkten
  • l>Die Kombination aus technischer Komplexität und Regulierung erhöht die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber, verlangt aber gleichzeitig von Lonza eine kontinuierliche Modernisierung der Anlagen und Systeme sowie ein proaktives Risikomanagement entlang der Lieferkette.

Chancen und Risiken aus Sicht eines konservativen Anlegers

Für konservative Investoren mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont bietet Lonza ein Profil aus strukturellem Wachstumspotenzial und sektoraler Resilienz, das jedoch mit spezifischen Branchen- und Unternehmensrisiken einhergeht. Chancen ergeben sich vor allem aus:
  • dem globalen Trend zum Outsourcing pharmazeutischer Entwicklung und Produktion an spezialisierte CDMO-Anbieter
  • der steigenden Nachfrage nach Biologika, Zell- und Gentherapien, in denen Lonza gut positioniert ist
  • langfristigen Liefer- und Entwicklungspartnerschaften mit forschenden Pharmakunden, die Planungssicherheit schaffen können
  • der fortgesetzten Transformation hin zu wissenskapitalintensiven Geschäftsbereichen
  • l>Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber:
    • Konzentrationsrisiken bei Großkunden und Schlüsselprojekten, deren Erfolg maßgeblich die Auslastung der Kapazitäten bestimmt
    • regulatorische Risiken durch mögliche Beanstandungen, Verzögerungen bei Zulassungen oder sich verschärfende Anforderungen
    • operative Risiken im Zusammenhang mit dem Hochlauf neuer Anlagen, komplexen Technologietransfers und Lieferkettenstörungen
    • intensiver Wettbewerb durch andere internationale CDMO-Anbieter und integrierte Pharmakonzerne, die eigene Kapazitäten ausbauen
    • Investitionsrisiken aufgrund hoher Kapitalkosten für neue Produktionskapazitäten und technologische Plattformen
    • l>Für eine Anlageentscheidung ist eine sorgfältige Analyse der langfristigen Unternehmensstrategie, der Qualität des Auftragsbestands, der regulatorischen Erfolgsbilanz sowie der finanziellen Robustheit unerlässlich. Angesichts der branchentypischen Unsicherheiten und der Projektabhängigkeit lässt sich Lonza eher als wachstumsorientierter Qualitätswert im defensiven Gesundheitssektor einordnen, dessen Eignung für das individuelle Portfolio stets im Kontext der persönlichen Risikotragfähigkeit, Diversifikationsziele und Anlagehorizonte geprüft werden sollte.

Kursdaten

Geld/Brief 499,30 CHF / 499,60 CHF
Spread +0,06%
Schluss Vortag 499,00 CHF
Gehandelte Stücke 21.573
Tagesvolumen Vortag 48.529.000 CHF
Tagestief 492,10 CHF
Tageshoch 500,60 CHF
52W-Tief 454,60 CHF
52W-Hoch 594,80 CHF
Jahrestief 454,60 CHF
Jahreshoch 585,60 CHF

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Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet. Eine vorgeschriebene allgemeine Mitteilung gemäß BaFin-Beschluss.

Community: Diskussion zur Lonza Group Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge konzentrieren sich auf wiederkehrende Quartals‑ und Jahreszahlen (u. a. Q1 2026, H1 2025, 2024 und Q3 2024), loben überwiegend starke bis solide Ergebnisse, Margen und die Bestätigung der Jahresziele und fragen wiederholt nach der Einschätzung, ob die Zahlen überzeugen.
  • Als Gründe für Wachstum und Profitabilität werden vor allem das CDMO‑Geschäft, Margenverbesserungen, Investitionen und die milliardenschwere Übernahme eines Roche‑Werks genannt, während schwächere Nachfrage in einzelnen Sparten (Capsules & Health Ingredients) und Personalwechsel (Abgang des Chefs 2023) als kurzfristige Risiken oder Kursdrücker thematisiert werden.
  • Die Stimmung reicht von zufriedenen Langfristinvestoren, die solide Ergebnisse und Dividenden hervorheben, bis zu vorsichtigen Nachfragen wegen vergangener Volatilität; insgesamt wird die Bestätigung der Ausblicke und die mittelfristige Wachstumsstrategie als zentrale Grundlage für die Bewertung des Wertpapiers angesehen.
Hinweis
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Lonza Group Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 6.574 CHF
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 964,00 CHF
Jahresüberschuss in Mio. 636,00 CHF
Umsatz je Aktie 88,69 CHF
Gewinn je Aktie 8,58 CHF
Gewinnrendite +6,82%
Umsatzrendite +9,67%
Return on Investment +3,22%
Marktkapitalisierung in Mio. 39.876 CHF
KGV (Kurs/Gewinn) 62,70
KBV (Kurs/Buchwert) 4,27
KUV (Kurs/Umsatz) 6,07
Eigenkapitalrendite +6,82%
Eigenkapitalquote +47,27%

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Derivate

Anlageprodukte (36)
Discount-Zertifikate 36
Hebelprodukte (357)
Knock-Outs 156
Faktor-Zertifikate 131
Optionsscheine 70

Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 1,04%
Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 21 Jahren
Stabilität der Dividende 0,76 (max 1,00)
Jährlicher 7,78% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 5,62% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 27,42% (auf den Gewinn/FFO)
quote

Dividenden Historie

Datum Dividende
12.05.2026 2,50 CHF
13.05.2025 4,00 CHF
13.05.2024 2,00 CHF
09.05.2023 3,50 CHF
09.05.2022 3,00 CHF
10.05.2021 1,50 CHF
30.04.2020 2,75 CHF
24.04.2019 2,75 CHF
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Lonza Group Termine

30.06.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Lonza Group Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 540,60 +0,60%
537,40 € 12:30
Frankfurt 538,80 -0,11%
539,40 € 08:16
Hamburg 538,00 -0,15%
538,80 € 10.06.26
München 538,00 -0,52%
540,80 € 10:00
Stuttgart 542,00 +0,93%
537,00 € 13:03
L&S RT 542,10 +1,08%
536,30 € 13:23
Wien 541,00 -0,07%
541,40 € 11:00
Nasdaq OTC Other 622,20 $ +3,09%
603,535 $ 10.06.26
SIX Swiss Exchange 499,50 ¤ +0,10%
499,00 ¤ 13:07
Tradegate 541,80 +0,82%
537,40 € 12:23
Quotrix 539,40 +0,19%
538,40 € 07:27
Gettex 541,60 +0,78%
537,40 € 13:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
11.06.26 500,40 9,30 M
10.06.26 499,00 48,6 M
09.06.26 495,30 73,0 M
08.06.26 489,30 59,0 M
05.06.26 485,60 60,0 M
04.06.26 491,40 66,7 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 491,40 CHF +1,83%
1 Monat 481,80 CHF +3,86%
6 Monate 524,20 CHF -4,54%
1 Jahr 577,00 CHF -13,28%
5 Jahre 661,60 CHF -24,37%

Unternehmensprofil Lonza Group

Die Lonza Group AG ist ein global führender Auftragshersteller (Contract Development and Manufacturing Organization, CDMO) für die Pharma- und Biotech-Industrie mit Hauptsitz in Basel und operativen Wurzeln in der Schweiz. Das Unternehmen fokussiert sich auf die industrielle Bereitstellung komplexer Wirkstoffe, Biologika, Zell- und Gentherapien sowie spezialisierter chemischer Zwischenprodukte. Im Zentrum des Geschäftsmodells steht die Bereitstellung regulierungskritischer Produktionskapazitäten entlang des gesamten Lebenszyklus eines Arzneimittels – von der frühen Entwicklung über die klinische Versorgung bis zur kommerziellen Großproduktion. Für institutionelle und private Investoren mit langfristigem Anlagehorizont ist Lonza damit ein Hebel auf strukturelles Wachstum im globalen Gesundheitssektor, zugleich aber auch exponiert gegenüber regulatorischen, technologischen und kundenspezifischen Konzentrationsrisiken.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Lonza betreibt ein vertikal integriertes, wissenskapitalintensives Geschäftsmodell im Bereich Life-Sciences-Outsourcing. Kern ist die Entwicklung, Optimierung und Skalierung von Produktionsprozessen für pharmazeutische und biotechnologische Wirkstoffe unter strengen Qualitätsstandards wie GMP (Good Manufacturing Practice). Die Wertschöpfung umfasst typischerweise folgende Stufen:
  • frühe Prozessentwicklung und Analytik für innovative Wirkstoffe
  • klinische Produktion für Phase-I- bis Phase-III-Studien
  • Technologietransfer und Scale-up in kommerzielle Produktionsanlagen
  • langfristige Fertigungs- und Lieferverträge für zugelassene Medikamente
  • l>Lonza erzielt einen erheblichen Teil der Erlöse aus mehrjährigen Servicevereinbarungen mit forschenden Pharma- und Biotech-Unternehmen. Diese Verträge kombinieren Entwicklungsdienstleistungen mit exklusiver Produktionskapazität, was die Visibilität zukünftiger Auftragsvolumina erhöht, jedoch stark von der Pipeline-Qualität und dem Launch-Erfolg der Kunden abhängt. Neben der Kapazitätsbereitstellung fungiert Lonza als Technologiepartner, der Know-how in Bereichen wie Bioprozess-Engineering, Zellkulturtechnologie, Fermentation, hochreine Chemie und Formulierungsentwicklung monetarisiert. Die Kapitalkostenintensität der Anlagen, die regulatorische Komplexität und die hohen Wechselbarrieren schaffen einen strukturellen Burggraben, erfordern aber gleichzeitig disziplinierte Investitionsentscheidungen und eine strikte Portfoliosteuerung.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Lonza lässt sich als Unterstützung von Kunden bei der schnelleren, sicheren und kosteneffizienten Markteinführung von Arzneimitteln und Gesundheitslösungen zusammenfassen. Das Unternehmen positioniert sich als Partner, der Innovationen aus Laboren in die industrielle Realität überführt und damit Patienten weltweit Zugang zu neuen Therapien verschafft. Strategisch konzentriert sich Lonza auf hochwertige, wissenskapitalintensive Segmente der pharmazeutischen Wertschöpfung, vor allem auf komplexe Biologika, zellbasierte Therapien und hochpotente Wirkstoffe. Zentrale Leitlinien sind:
  • Fokussierung auf Pharmakunden und die Biotech-Industrie mit langfristigem Outsourcing-Bedarf
  • Aufbau und Skalierung von Plattformtechnologien, um Standardisierung und Effizienzgewinne zu realisieren
  • Portfoliobereinigung nicht-strategischer Aktivitäten zugunsten von Kernbereichen mit höherer Wertschöpfungstiefe
  • strikte Compliance mit regulatorischen Vorgaben in allen relevanten Jurisdiktionen
  • l>Das Management betont die Rolle von Operational Excellence, die Notwendigkeit einer belastbaren Bilanz für den Finanzierungsspielraum künftiger Standort- und Kapazitätserweiterungen sowie partnerschaftliche, langfristig angelegte Kundenbeziehungen als Fundament der Geschäftsstrategie.

Produkte und Dienstleistungen

Lonza bietet ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen, das primär auf forschende Pharma- und Biotech-Unternehmen ausgerichtet ist. Der Fokus liegt auf maßgeschneiderten Lösungen entlang des gesamten Lebenszyklus von Wirkstoffen. Wesentliche Leistungsbereiche umfassen:
  • Entwicklung und Produktion von Biologika wie monoklonalen Antikörpern, rekombinanten Proteinen und komplexen Biopharmazeutika
  • Herstellung von Zell- und Gentherapien, inklusive viraler Vektoren und maßgeschneiderter Zellprodukte
  • Produktion von chemischen Wirkstoffen und Zwischenprodukten, darunter hochpotente Wirkstoffe (HPAPI) und spezialisierte Kleinstmengen für Nischenindikationen
  • Entwicklungsservices wie Prozessoptimierung, Analytik, Formulierungsentwicklung und Scale-up-Engineering
  • regulatorische Unterstützung bei Zulassungsdokumentationen und bei der Vorbereitung von Audits durch Behörden
  • l>Historisch war Lonza zugleich in Bereichen wie Nahrungsmittelzusatzstoffen, Vitaminen und Spezialchemikalien tätig. Diese Aktivitäten wurden in den vergangenen Jahren schrittweise neu ausgerichtet oder veräußert, um die Fokussierung auf die pharmazeutische und biotechnologische Auftragsfertigung zu schärfen. Damit reduziert das Unternehmen die Komplexität des Portfolios und steigert die Kapitalallokation in jene Segmente, die von strukturellem Wachstum in der globalen Gesundheitsversorgung profitieren.

Business Units und Segmentstruktur

Die organisatorische Struktur von Lonza orientiert sich an den wesentlichen Technologiefeldern und Kundensegmenten im Pharmabereich. Im Zentrum steht die Division Biologics, die große Teile des CDMO-Kerngeschäfts bündelt. Daneben betreibt das Unternehmen weitere spezialisierte Einheiten, die auf bestimmte Modalitäten oder Prozessschritte fokussiert sind. Aktuelle Geschäftsfelder sind:
  • Biologics: Entwicklung und Herstellung von Antikörpern, rekombinanten Proteinen und anderen großen Molekülen in verschiedenen Expressionssystemen
  • Small Molecules: Entwicklung und Fertigung chemischer Wirkstoffe und Zwischenprodukte, einschließlich hochpotenter Substanzen
  • Cell & Gene: Auftragsherstellung für Zelltherapien, Gentherapien und zugehörige Plattformtechnologien
  • Capsules & Health Ingredients: Lösungen rund um Kapseln und ausgewählte gesundheitsbezogene Inhaltsstoffe
  • l>Die Segmentstruktur wird regelmäßig angepasst, um den sich verändernden Marktanforderungen, regulatorischen Rahmenbedingungen und der unterschiedlichen Wachstumsdynamik der Technologiefelder Rechnung zu tragen. Für Investoren bedeutet dies, dass die Transparenz der Ergebnisbeiträge einzelner Geschäftseinheiten von der jeweils gültigen Segmentberichterstattung abhängt und strategische Portfolioentscheidungen die mittelfristige Margenentwicklung maßgeblich beeinflussen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Lonza verfügt über mehrere strukturelle Alleinstellungsmerkmale, die in Summe einen ausgeprägten Wettbewerbsvorteil im globalen CDMO-Markt begründen. Dazu zählen:
  • skalierbare und global diversifizierte Produktionsnetzwerke mit Standorten in Europa, Nordamerika und Asien, die eine Versorgung internationaler Pharmakunden absichern
  • tiefes regulatorisches Know-how für hochregulierte Märkte wie die USA, die EU und ausgewählte asiatische Länder
  • langjährige Erfahrung in der Industrialisierung komplexer Biologika und neuer Modalitäten, was das technische Risiko für Kunden reduziert
  • hohe Wechselbarrieren: Ein späterer Transfer kritischer Wirkstoffe zu anderen Herstellern ist mit Kosten, Zeitverzug und regulatorischem Risiko verbunden
  • Reputationskapital: erfolgreiche, über Jahre laufende Kooperationen mit großen Pharmakonzernen stärken das Vertrauen in Qualität und Liefertreue
  • l>Der Burggraben von Lonza resultiert aus der Kombination von Spezialwissen, Kapitalkraft und regulatorischer Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerb intensiv, und der Burggraben ist nicht unüberwindbar: Neue CDMO-Anbieter, staatlich geförderte Produktionskapazitäten und integrierte Pharmakonzerne, die eigene Fertigung ausbauen, können langfristig Druck auf Preise und Auslastung ausüben.

Wettbewerbsumfeld

Lonza agiert in einem fragmentierten, aber zunehmend konsolidierenden CDMO- und Life-Sciences-Markt. Zu den wesentlichen Wettbewerbern zählen global agierende Auftragshersteller und diversifizierte Gesundheitsdienstleister mit ähnlichen Kapazitäten. Relevante Vergleichsunternehmen sind etwa:
  • Thermo Fisher Scientific mit ausgeprägten CDMO-Aktivitäten im Bereich Pharma Services
  • Catalent als Spezialist für Formulierungen, Verabreichungssysteme und Biologika-Services
  • Siegfried, Recipharm und andere europäische Anbieter mit Fokus auf chemische Wirkstoffe und Formulierungen
  • asiatische CDMO-Unternehmen mit wachsender Präsenz im globalen Pharmageschäft
  • l>Der Wettbewerbsdruck zeigt sich in Preissensitivität, zunehmenden Anforderungen an Lieferzuverlässigkeit, Flexibilität und Compliance sowie bei der Notwendigkeit, innovative Technologien frühzeitig in das eigene Portfolio zu integrieren. Für Lonza entsteht daraus ein permanenter Investitionsbedarf in neue Anlagen, Qualitätssysteme, Digitalisierung und Talentgewinnung. Gleichzeitig eröffnet das Wachstum kleiner und mittlerer Biotech-Unternehmen kontinuierlich neue Kooperationschancen für Auftragshersteller mit nachweisbarer Erfolgsbilanz.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Lonza ist traditionell stark technisch und industrieerfahren geprägt, mit Führungskräften, die über langjährige Expertise in Pharmazie, Chemie, Biotechnologie und Regulierung verfügen. Der Verwaltungsrat überwacht die strategische Ausrichtung, Kapitalallokation und Risikosteuerung des Konzerns mit klaren Schwerpunkten auf Compliance, Nachhaltigkeit und langfristiger Wertschaffung. Strategisch verfolgt Lonza eine selektive Wachstumsagenda, die organische Kapazitätserweiterungen und gezielte Akquisitionen kombiniert. Wichtige Elemente der Umsetzung sind:
  • Fokussierung auf Schlüsselstandorte mit hoher Skalierbarkeit und guter Anbindung an Pharmacluster
  • Priorisierung von Projekten in wissenskapitalintensiven Segmenten wie Biologika und fortgeschrittenen Therapien
  • konsequente Optimierung des Anlagenportfolios und Ausstieg aus nicht-strategischen Nebengeschäften
  • Stärkung der Unternehmenskultur im Hinblick auf Qualität, Sicherheit und regulatorische Konformität
  • l>Für konservative Anleger ist von Bedeutung, dass die Managementleistung maßgeblich über die Effizienz von Investitionsprogrammen, die Auslastung neuer Kapazitäten und das Risikomanagement im Projektportfolio beurteilt werden kann. Eine zentrale Kennziffer bleibt dabei die Fähigkeit, hochwertige, langfristige Kundenverträge zu gewinnen und erfolgreich zu bedienen, ohne dabei operative Flexibilität und finanzielle Stabilität zu gefährden.

Branchen- und Regionenprofil

Lonza ist hauptsächlich in der globalen Pharma- und Biotech-Industrie tätig, einer Branche mit strukturellem Wachstum durch demografische Alterung, steigende Prävalenz chronischer Erkrankungen und anhaltende Innovation in Onkologie, Immuntherapie, seltenen Erkrankungen und personalisierter Medizin. Der Trend zur Auslagerung von Produktion und Entwicklung an spezialisierte CDMO-Partner stärkt das Geschäftsmodell von Lonza, insbesondere in kapitalintensiven und technologisch anspruchsvollen Bereichen. Regional liegen die Schwerpunkte der Kundenbasis in Nordamerika und Europa, ergänzt durch wachsende Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Raum. Produktions- und Entwicklungsstandorte verteilt Lonza so, dass logistische Effizienz, regulatorischer Zugang und Fachkräfteverfügbarkeit bestmöglich ausbalanciert sind. Gleichzeitig sind Standorte in Hochlohnländern mit höheren Fixkosten und strengeren regulatorischen Anforderungen verbunden, was einen strukturellen Effizienzdruck erzeugt. Der Gesundheitssektor gilt insgesamt als defensiv, ist aber zyklisch in Bezug auf Investitionsphasen, Patentzyklen und Finanzierungskonditionen für Biotech-Unternehmen. Lonza ist damit konjunkturrobust, bleibt jedoch sensibel für Veränderungen im regulatorischen Umfeld und bei der Innovationsdynamik der Kunden.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Lonza wurde im 19. Jahrhundert in der Schweiz gegründet und entwickelte sich zunächst als Chemieunternehmen mit Schwerpunkten in Elektrochemie und Spezialchemikalien. Über Jahrzehnte hinweg erweiterte der Konzern sein Portfolio um Feinchemie, Vitamine, Nährstofflösungen und industrielle Anwendungen. Ab den 1990er-Jahren verstärkte Lonza schrittweise das Engagement im Pharmabereich, insbesondere in der Auftragsfertigung von Wirkstoffen und Zwischenprodukten. Mit der Zeit richtete das Unternehmen seine Strategie konsequent auf Life-Sciences und die pharmazeutische Wertschöpfungskette aus. Wesentliche Meilensteine waren der Ausbau der Biopharma-Standorte, der Eintritt in die Herstellung von Biologika und später in Zell- und Gentherapien. Im Zuge dieser Fokussierung trennte sich Lonza von verschiedenen Geschäftsbereichen, die nicht zur Kernstrategie passten, und straffte die Portfolioarchitektur. Diese Transformation von einem breit diversifizierten Chemieunternehmen hin zu einem spezialisierten CDMO- und Life-Sciences-Dienstleister prägte die jüngere Unternehmensgeschichte und bildet die Basis für das heutige, stärker fokussierte Geschäftsprofil. Für langfristig orientierte Anleger ist insbesondere die Bereitschaft zur strukturellen Anpassung sowie der Wandel hin zu wissenskapitalintensiven Segmenten von Relevanz, auch wenn damit Übergangsphasen mit erhöhten Investitionen und Reorganisationsaufwand verbunden waren.

Besonderheiten und regulatorische Aspekte

Eine zentrale Besonderheit von Lonza ist die ausgeprägte Abhängigkeit von regulatorischen Rahmenbedingungen und Qualitätsstandards. Produktionsanlagen unterliegen strengen Inspektionen durch Behörden wie die US-amerikanische FDA oder die europäische EMA. Verstöße gegen GMP-Regularien können zu Warnschreiben, temporären Produktionsstopps oder Reputationsschäden führen. Lonza investiert daher kontinuierlich in Qualitätsmanagement, Compliance-Systeme und Mitarbeiterschulung. Weitere Spezifika sind:
  • lange Projektlaufzeiten von der Prozessentwicklung bis zur kommerziellen Produktion, die eine enge Abstimmung mit Kunden erfordern
  • hohe Technologiedichte etwa in Bioreaktorsystemen, Single-Use-Technologien, Downstream-Prozessen und Analytikplattformen
  • zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten wie Energieeffizienz, Emissionsreduktion und verantwortungsvollem Chemikalienmanagement
  • Exposition gegenüber geopolitischen Risiken, Lieferkettenunterbrechungen und regulatorischen Änderungen in Schlüsselmärkten
  • l>Die Kombination aus technischer Komplexität und Regulierung erhöht die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber, verlangt aber gleichzeitig von Lonza eine kontinuierliche Modernisierung der Anlagen und Systeme sowie ein proaktives Risikomanagement entlang der Lieferkette.

Chancen und Risiken aus Sicht eines konservativen Anlegers

Für konservative Investoren mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont bietet Lonza ein Profil aus strukturellem Wachstumspotenzial und sektoraler Resilienz, das jedoch mit spezifischen Branchen- und Unternehmensrisiken einhergeht. Chancen ergeben sich vor allem aus:
  • dem globalen Trend zum Outsourcing pharmazeutischer Entwicklung und Produktion an spezialisierte CDMO-Anbieter
  • der steigenden Nachfrage nach Biologika, Zell- und Gentherapien, in denen Lonza gut positioniert ist
  • langfristigen Liefer- und Entwicklungspartnerschaften mit forschenden Pharmakunden, die Planungssicherheit schaffen können
  • der fortgesetzten Transformation hin zu wissenskapitalintensiven Geschäftsbereichen
  • l>Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber:
    • Konzentrationsrisiken bei Großkunden und Schlüsselprojekten, deren Erfolg maßgeblich die Auslastung der Kapazitäten bestimmt
    • regulatorische Risiken durch mögliche Beanstandungen, Verzögerungen bei Zulassungen oder sich verschärfende Anforderungen
    • operative Risiken im Zusammenhang mit dem Hochlauf neuer Anlagen, komplexen Technologietransfers und Lieferkettenstörungen
    • intensiver Wettbewerb durch andere internationale CDMO-Anbieter und integrierte Pharmakonzerne, die eigene Kapazitäten ausbauen
    • Investitionsrisiken aufgrund hoher Kapitalkosten für neue Produktionskapazitäten und technologische Plattformen
    • l>Für eine Anlageentscheidung ist eine sorgfältige Analyse der langfristigen Unternehmensstrategie, der Qualität des Auftragsbestands, der regulatorischen Erfolgsbilanz sowie der finanziellen Robustheit unerlässlich. Angesichts der branchentypischen Unsicherheiten und der Projektabhängigkeit lässt sich Lonza eher als wachstumsorientierter Qualitätswert im defensiven Gesundheitssektor einordnen, dessen Eignung für das individuelle Portfolio stets im Kontext der persönlichen Risikotragfähigkeit, Diversifikationsziele und Anlagehorizonte geprüft werden sollte.
Stand: Mai 2026
Hinweis

Lonza Group Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Lonza Group Kursziel 2026

  • Die Lonza Group Kurs Performance für 2026 liegt bei -6,95%. Die Performance der Benchmark SMI liegt bei +2,48%. Underperformance: Die Lonza Group Kurs Performance ist um -9,43 Prozentpunkte niedriger als die Performance des SMI.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 37,07 Mrd. €
Aktienanzahl 68,15 Mio.
Streubesitz 38,55%
Währung EUR
Land Schweiz
Sektor Gesundheit
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+61,45% Weitere
+38,55% Streubesitz

Community-Beiträge zu Lonza Group

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Highländer49
Lonza
Lonza¹ Delivers Strong Performance in Q1 2026 in Line with Expectations and Confirms Full-Year Outlook 2026 https://www.lonza.com/news/2026-05-08-06-30 Wie ist Eure Meinung zu den neusten Zahlen?
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Lonza
​​Lonza erzielt starkes Ergebnis im ersten Halbjahr 2025 und erhöht Umsatz- und Margenprognose für das CDMO-Geschäft im Gesamtjahr 2025​ https://www.lonza.com/news/2025-07-23-06-30_de Hat Euch das Ergebnis überzeugt?
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Lonza
Lonza Delivers Solid 2024 Performance with CER Sales in Line with Prior Year and 29.0% CORE EBITDA Margin https://www.lonza.com/news/2025-01-29-06-25 Seit Ihr mit dem Ergebnis zufrieden?
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Highländer49
Lonza
Q3 2024 Qualitative Update: Lonza Confirms Full-Year Outlook 2024 https://www.lonza.com/news/2024-10-24-07-00 Wie ist Eure Meinung zu den neuen Zahlen?
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Häufig gestellte Fragen zur Lonza Group Aktie und zum Lonza Group Kurs

Der aktuelle Kurs der Lonza Group Aktie liegt bei 541,5867 €.

Für 1.000€ kann man sich 1,85 Lonza Group Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Lonza Group Aktie lautet LZAGF.

Die 1 Monats-Performance der Lonza Group Aktie beträgt aktuell 3,86%.

Die 1 Jahres-Performance der Lonza Group Aktie beträgt aktuell -13,28%.

Der Aktienkurs der Lonza Group Aktie liegt aktuell bei 541,5867 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 3,86% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Lonza Group eine Wertentwicklung von 0,79% aus und über 6 Monate sind es -4,54%.

Das 52-Wochen-Hoch der Lonza Group Aktie liegt bei 594,80 CHF.

Das 52-Wochen-Tief der Lonza Group Aktie liegt bei 454,60 CHF.

Das Allzeithoch von Lonza Group liegt bei 785,40 CHF.

Das Allzeittief von Lonza Group liegt bei 30,36 CHF.

Die Volatilität der Lonza Group Aktie liegt derzeit bei 29,45%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Lonza Group in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 37,07 Mrd. €

Insgesamt sind 74,1 Mio Lonza Group Aktien im Umlauf.

Am 03.04.2002 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Am 03.04.2002 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Lonza Group bei 47%. Erfahre hier mehr

Lonza Group hat seinen Hauptsitz in Schweiz.

Das KGV der Lonza Group Aktie beträgt 39,78.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Lonza Group betrug 6.574.000.000 CHF.

Die nächsten Termine von Lonza Group sind:
  • 30.06.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Lonza Group zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 12.05.2026 eine Dividende in Höhe von 2,50 CHF (2,73 €) gezahlt.

Zuletzt hat Lonza Group am 12.05.2026 eine Dividende in Höhe von 2,50 CHF (2,73 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,50%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Lonza Group wurde am 12.05.2026 in Höhe von 2,50 CHF (2,73 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,50%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 12.05.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 2,50 CHF (2,73 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.